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Tageslosung

der Herrnhuter Losungen (Übersetzung: Neues Leben) 05.09.2010
Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!
Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.


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Gemeindeportrait


Unser Gemeindezentrum in Aurich - Rahe


Rückblick


Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Aurich ist eine noch junge Kirchengemeinde unter den Gemeinden in Ostfriesland. In der Kriegs- und Nachkriegszeit kamen viele Vertriebene aus Ostpreußen nach Aurich. Darunter waren auch Mitglieder Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden.


Da es in Aurich keine Baptistengemeinde gab, nahmen sie zuerst als Gäste an den Gottesdiensten der Methodistengemeinde teil. Doch schon 1947 konstituierte sie sich als Stationsgemeinde der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Moorhusen.

Die Gottesdienste fanden in der Aula des Gymnasiums statt. Im Jahr 1952 trennten sich die Auricher von der Gemeinde in Moorhusen im friedlichen Einvernehmen und schlossen sich der größeren Gemeinde in Emden an. Die Gemeinde in Emden berief 1954 als Pastor Eberhard Walter. Seine Aufgabe war es, die Stationsgemeinden in Aurich und Oldersum zu betreuen. Der Kauf eines Baugrundstückes am Eickebuscher Weg versetzte die Gemeinde endlich in die Lage, mit dem Bau der Kreuzkirche zu beginnen. Große finanzielle Opfer waren dafür nötig, aber schon nach neunmonatiger Bauzeit konnte die Einweihung im Juni 1958 festlich begangen werden. Verschiedene Bauvorhaben folgten:


1970 – Bau des Wohnhauses für den Pastor


1974 – Bauliche Veränderung des Eingangsbereiches


1983 – Ausbau eines Seminarraumes und Umbau der Küche


1988 – Vergrößerung durch Einbeziehung der Tiefgarage und Bau der Garage für das Pastorenhaus


1995 bis 1997 – Planung, Errichtung und Einweihung des Gemeindezentrums in Aurich-Rahe


Die Kreuzkirche war 1995 für die vielen Gottesdienstbesucher zu klein geworden. Erweiterungsmöglichkeiten gab es vor Ort nicht mehr. So entschlossen sich die Mitglieder der Gemeinde, ein neues Gemeindezentrum zu bauen. Ein passendes Baugrundstück wurde in Aurich-Rahe gefunden. Nach vierzehnmonatiger Bauzeit ist das Gemeindezentrum am 18.Mai 1997 im festlichen Rahmen eingeweiht worden. Nur dadurch, dass die Mitglieder viele Arbeiten in Eigenleistung erledigten, ist das große Bauvorhaben kostengünstig und für die Gemeinde erschwinglich erstellt worden.


 

Einblick


Wir nennen uns Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde. Diesen Namen führen wir seit 1941, als sich die Baptistengemeinden und die Brüdergemeinden in Deutschland zu einem gemeinsamen Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden vereinigten. Bekannter sind wir unter dem Namen „Baptisten“. Die Ursprünge der Baptisten sind in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts zu finden. Parallel zur Reformation um Dr. Martin Luther und Huldreich Zwingli fand die Täuferbewegung besonders im süddeutschen Raum mehr und mehr Anhänger.


Die Täuferbewegung ging davon aus, dass vor der Taufe, wie es die Bibel bezeugt, immer der persönliche Glaube an Jesus Christus Vorbedingung ist. Viele Täufer sind zu Märtyrern geworden, denn die Bewegung wurde grausam verfolgt. Neue Gemeindebewegungen entstanden von England und Holland aus. Der Begründer des deutschen Baptismus ist Johann Gerhard Oncken. Er gründete 1834 in Hamburg die erste Baptistengemeinde. Heute gehören zu unserem Bund über 820 Gemeinden und Zweiggemeinden mit etwa 83.000 Mitgliedern. Weltweit gibt es etwa 40 Millionen Baptisten in 170 Ländern. In Deutschland unterhält unser Bund verschiedene diakonische Werke, Krankenhäuser und Erholungsstätten sowie Kindergärten, Senioren- und Kinderheime.


Freiheit und Freiwilligkeit haben einen hohen Stellenwert. Als Freikirche haben wir noch nie eine Kirchensteuer erhoben. Der Finanzhaushalt wird ausschließlich durch freiwillige Spenden der Mitglieder und Freunde getragen. Das gilt für alle Baukosten, Unterhaltskosten für Gebäude, sowie für Personalkosten. Wir sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit staatlich anerkannte Rechtsperson.

Größtmögliche Unabhängigkeit vom Staat gehört zum Wesen der Freikirche.

Jede Ortsgemeinde ist in der Lehre, Verwaltung und Finanzierung selbständig. Die wesentlichen Entscheidungen werden von der Gemeindeversammlung beschlossen. Sie wählt die Gemeindeleitung, den Pastor und beschließt alle finanziellen Angelegenheiten. Die Baptisten versuchen, Gemeinde Jesu Christi in dieser Zeit und Welt zu verwirklichen. Ein Christenleben ohne Gemeinschaft ist für sie nicht möglich. Darum ist für Baptisten die Mission eine wichtige Aufgabe. Der Ruf zu Jesus Christus ist auch immer zugleich ein Ruf in die Gemeinde und zur verbindlichen Gemeinschaft.


    

Ausblick


Bei uns sollen alle Mitglieder, Freunde und Gäste, Jugendliche und Erwachsene gute Möglichkeiten haben, Gemeinschaft zu pflegen. Das Gemeindezentrum ist für alle ein Angebot, sich bei uns zu Hause zu fühlen. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten, z.B. im Mutter-Kind-Kreis, im Treffpunkt Regenbogen, im Teenieskreis, in der Jugendgruppe „Friends 4U“, und im Jugendhauskreis. Die Erwachsenen finden neben den Gottesdiensten Angebote in Hauskreisen, einer Musikgruppe, einer Theatergruppe, einer Patchworkgruppe oder im Seniorenkreis. Stets soll sich unsere Gemeindearbeit an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Über allem wollen wir Gott allein die Ehre geben. Das Heil in Jesus Christus möchten wir allen Menschen im Lebenskreis der Gemeinde verkündigen. Das Gemeindezentrum ist, ohne Bedingungen, offen für alle Bewohner der Stadt. Jeder ist herzlich willkommen und darf mit uns die wohltuende Freiheit der Kinder Gottes erleben.




Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. März 2010 um 20:51 Uhr
 
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